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BIG BALLS
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21.07.2017 Föhr, Schapers

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Ludwig Drums

Agner Drumsticks

Paiste Cymbals

PRESSE

Westfalen-Blatt, 3/2016

Von Heike Pabst Vlotho (WB). Die Zeiten, in denen Musikfans ihre Umgebung durch AC/DC-Shirts schockieren konnten, scheinen vorbei zu sein. Heutzutage frönen mehrere Generationen gemeinsam ihrer Freude am ehrlichen, handgemachten Rock – wie jüngst beim Konzert der »Big Balls« in der ausverkauften Kulturfabrik.
Männer tanzen nicht. Sie nicken höchstens anerkennend mit dem Kopf, damit die Bierflasche in der Hand nicht überläuft. Richtig? Falsch. Bei diesem vom Vlothoer Verein »Moral & Ethik« präsentierten Konzert der bekannten westfälischen »AC/DC«-Tributband läuft das grundlegend anders.
Knapp 45 Minuten nach dem offiziellen Konzertbeginn um 20 Uhr betreten Gitarrist Christian, Schlagzeuger Garrelt (mit »Randale«-Shirt), Sänger Chicken, Bassmann Haver und Leadgitarrist Peter entspannt die Bühne und wärmen die Menge mit »If you want blood« aus dem erfolgreichen Album »Highway to Hell« (1979) auf.
Von Anfang an gibt die Band 100 Prozent Einsatz und hört damit mehr als drei Stunden lang nicht wieder auf. Das Publikum singt mit, und spätestens bei »Can I sit next to you girl« (1974) und Hits wie »Back in Black« oder »Hells Bells« aus dem Jahr 1980 ist die eher verhaltene westfälische Ekstase dann auch überwunden.
Blueslastiger Sound mit Super-Falsett Menschen jeden Geschlechts und fast jeden Alters tanzen. Nicht nur Friedel Lindemeier meint: »Wenn man die Augen zumacht, merkt man keinen Unterschied zum Original.« Das »Original« ist ohnehin live zurzeit nicht zu bekommen – die AC/DC-Welttournee »Rock or Bust« musste in Amerika wegen gesundheitlichen Problemen des Sängers Brian Johnson unterbrochen werden.

Unbezähmbare Spielfreude – mehr als drei Stunden lang. Chickens abwechslungsreicher Falsett-Gesang ist eine sehr lebendige Huldigung an Johnsons Vorgänger, den 1980 verstorbenen Bon Scott. Chickens Stimme ist die Sahnehaube auf dem blueslastigen »Big Balls«-Sound und macht die »AC/DC«-Illusion perfekt. Überhaupt: Die gesamte Combo strotzt nur so vor Spielfreude. Alleine die äußerst geschmeidigen Hochgeschwindigkeits-Soli von Leadgitarrist Peter sind aller Ehren wert.
Spielfreude und trockener Humor Frontmann Chicken springt zwischen den Konzertbesuchern herum und tut fast alles, damit sie sich wohlfühlen – der nicht ganz ernst gemeinten Aufforderung, doch mal »was von Andrea Berg« zu spielen, kommen die »Big Balls« allerdings nicht nach. Stattdessen widmen sie sich lieber Sternstunden der Musikgeschichte wie »Walk all over you« (1979), »Let there be rock« (1977), »T.N.T.« (1976) und natürlich »Highway to hell« (1979).
So zufrieden wie erschöpft gehen Musiker und Konzertbesucher erst nach Mitternacht nach Hause, und auch die Veranstalter von »Moral & Ethik« können auf einen äußerst erfolgreichen Abend zurückblicken. schließen